Wichtige Aktualisierung der Einwanderungsbestimmungen für Arbeitgeber, Personalverantwortliche und ausländische Arbeitssuchende
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verstärken ihre Einwanderungs- und Sicherheitsbestimmungen weiter. Ab sofort ist für Staatsangehörige aus 45 bestimmten Ländern ein obligatorisches polizeiliches Führungszeugnis (Police Clearance Certificate, PCC), auch bekannt als Führungszeugnis, für die Beantragung von Arbeitsvisa verpflichtend. Die neue Regelung wurde von der Bundesbehörde für Identität, Staatsbürgerschaft, Zoll und Hafensicherheit (Federal Authority for Identity, Citizenship, Customs and Port Security, ICP) eingeführt und wird ab dem 16. Juni 2026 in drei Phasen umgesetzt. Ziel ist es, die Sicherheitsüberprüfungen zu verbessern, die Einhaltung der Einwanderungsbestimmungen zu stärken und sicherzustellen, dass Personen, die in den VAE arbeiten möchten, die rechtlichen und sicherheitspolitischen Standards des Landes erfüllen. Diese Neuerung wird erhebliche Auswirkungen auf Arbeitgeber, Personalabteilungen, Personalvermittler, PR-Beauftragte, Einwanderungsspezialisten und ausländische Bewerber haben.
Was ist ein polizeiliches Führungszeugnis (PCC)?
Ein polizeiliches Führungszeugnis (Police Clearance Certificate, PCC), auch bekannt als Unbedenklichkeitsbescheinigung, ist ein offizielles Dokument, das von der zuständigen Polizei- oder Regierungsbehörde im Heimat- oder Wohnsitzland einer Person ausgestellt wird. Das Zeugnis bestätigt, dass der Antragsteller keine Vorstrafen oder anhängigen Strafverfahren hat, die seine Eignung für eine Beschäftigung oder einen Aufenthalt in einem anderen Land beeinträchtigen könnten. Viele Länder verlangen bereits ein polizeiliches Führungszeugnis im Rahmen von Einwanderungs-, Arbeits-, Daueraufenthalts- und Staatsbürgerschaftsanträgen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben diese Anforderung nun auf bestimmte Nationalitäten ausgeweitet, die Arbeitsvisa beantragen.
Phase 1 – Gültig ab 16. Juni 2026
Die Anforderung gilt bereits für Staatsangehörige folgender Länder:
• Afghanistan
• Algerien
• Bhutan
• Bulgarien
• Kamerun
• Kuba
• Ägypten
• Äthiopien
• Gambia
• Ghana
• Indien
• Irak
• Libanon
• Litauen
• Mexiko
• Marokko
• Mosambik
• Nepal
• Pakistan
• Senegal
• Somalia
• Syrien
• Zunge
Phase 2 – Gültig ab 15. August 2026
Zu den weiteren Ländern gehören:
• Albanien
• Bangladesch
• Kolumbien
• Zypern
• Fidschi
• Mauritius
• Nigeria
• Philippinen
• Sudan
• Tunesien
• Zimbabwe
Phase 3 – Gültig ab 15. November 2026
Die endgültige Implementierung umfasst:
• Weißrussland
• China
• Georgien
• Iran
• Mauretanien
• Nicaragua
• Ruanda
• Serbien
• Seychellen
• Slowenien
• Südafrika
Wer muss das polizeiliche Führungszeugnis einreichen?
Die Anforderung gilt für:
• Neue Anträge auf Arbeitsvisa
• Neue Anträge auf Arbeitserlaubnis
Dies gilt derzeit nicht für:
• Touristenvisa
• Besuchervisa
• Studentenvisa
• Aufenthaltsvisa für Angehörige oder Familienangehörige
Für bestehende Einwohner, die ihre Aufenthaltsgenehmigung verlängern, ändert sich grundsätzlich nichts, es sei denn, die zuständige Behörde verlangt dies ausdrücklich.
PCC-Anforderungen abhängig vom Standort des Antragstellers
Bewerber außerhalb der VAE
Die Bewerber müssen:
• Ein polizeiliches Führungszeugnis von der zuständigen Behörde im Heimatland einholen.
• Lassen Sie das Zertifikat von der Botschaft oder dem Konsulat der VAE in diesem Land beglaubigen.
• Vollständige Beglaubigung durch das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (MoFA).
Bewerber, die sich bereits in den VAE befinden
Antragsteller, deren vorheriges Aufenthaltsvisum für die VAE annulliert wurde, können, sofern zulässig, auf Verlangen der Einwanderungsbehörden ein von den VAE ausgestelltes polizeiliches Führungszeugnis erhalten, anstatt eines solchen aus ihrem Heimatland.
Warum haben die VAE diese Anforderung eingeführt?
Die VAE haben ihren Einwanderungs- und Aufenthaltsrahmen durch digitale Transformation, risikobasierte Überprüfung und strengere Compliance-Maßnahmen kontinuierlich verbessert.
Die Einführung obligatorischer Polizeibeamterprüfungen ist Teil der umfassenderen Strategie des Landes zur Erreichung folgender Ziele:
• Stärkung der nationalen Sicherheit
• Verbesserung der Hintergrundüberprüfung
• Verbesserung der öffentlichen Sicherheit
• Vereinfachung der Einhaltung der Einwanderungsbestimmungen
• Die Position der VAE als eines der sichersten und attraktivsten Investitions- und Beschäftigungsziele weltweit erhalten.
Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit den laufenden Bemühungen des ICP, die Einwanderungsverfahren zu modernisieren und gleichzeitig hohe Standards der Regierungsführung aufrechtzuerhalten.
Auswirkungen auf Arbeitgeber und HR-Teams
Diese Änderung ist mehr als nur ein zusätzliches Dokument – sie wirkt sich direkt auf die Rekrutierungszeitpläne aus.
Die Beantragung eines polizeilichen Führungszeugnisses umfasst Folgendes:
• Antrag bei der ausstellenden Behörde
• Bearbeitung durch die Regierung
• Botschaftsbeglaubigung
• Beglaubigung durch das Außenministerium
• Kurier- und Dokumentenlegalisierung
Je nach Herkunftsland des Bewerbers kann dieser Prozess mehrere Tage bis mehrere Wochen dauern. Unternehmen, die Fachkräfte aus dem Ausland einstellen, sollten mit längeren Bearbeitungszeiten für Arbeitsvisa rechnen. Branchen mit häufigen internationalen Neueinstellungen – darunter Bauwesen, Gastgewerbe, Gesundheitswesen, Einzelhandel, Logistik, IT und Beratungsdienstleistungen – sollten ihre Einarbeitungsprozesse entsprechend anpassen.
Was Personalverantwortliche sofort tun sollten
Um unnötige Verzögerungen zu vermeiden, sollten Arbeitgeber Folgendes beachten:
• Checklisten für Rekrutierung und Einarbeitung aktualisieren.
• Das polizeiliche Führungszeugnis soll ein obligatorisches Dokument vor der Visumserteilung werden.
• Informieren Sie die Kandidaten während des Vorstellungsgesprächs oder bei der Angebotsphase über die Anforderung.
• Planen Sie in den Einarbeitungsprozess einen Puffer von mindestens drei bis vier Wochen ein.
• Enge Abstimmung mit PROs, Einwanderungsberatern und Anbietern von Dokumentenbeglaubigungen.
• Überwachung der Umsetzungstermine basierend auf der Nationalität der Antragsteller.
Eine frühzeitige Kommunikation kann Verzögerungen beim Eintrittstermin verhindern und das Bewerbererlebnis verbessern.
Praktische Tipps für Bewerber
Wenn Sie einer der betroffenen Nationalitäten angehören:
• Beantragen Sie Ihr polizeiliches Führungszeugnis, sobald Sie ein Jobangebot erhalten.
• Überprüfen Sie die Gültigkeitsdauer des von Ihrem Land ausgestellten Zertifikats.
• Stellen Sie sicher, dass alle erforderlichen Bestätigungen vor der Einreichung ausgefüllt sind.
• Bewahren Sie sowohl das Original als auch die Scans auf.
• Halten Sie während des gesamten Prozesses engen Kontakt zu Ihrem Arbeitgeber oder Visaberater.
Eine frühzeitige Vorbereitung kann die Verzögerungen bei der Visabearbeitung erheblich reduzieren.
Wie NEX Consultants helfen können
At NEX-BeraterWir bieten umfassende Dienstleistungen im Bereich Einwanderung und Unternehmensbetreuung in den VAE für Unternehmen und Fachkräfte an.
Unsere Dienstleistungen umfassen:
• Bearbeitung von Arbeitsvisa
• Einwanderungsberatung
• Leitfaden zur Legalisierung und Beglaubigung von Dokumenten
• PRO-Dienstleistungen
• Unternehmenskonformität
• Unternehmensgründung in den gesamten VAE
• Unterstützung von Arbeitgebern in Personal- und Einwanderungsfragen
Unser erfahrenes Team unterstützt Unternehmen dabei, die aktuellen Einwanderungsbestimmungen der VAE einzuhalten und gleichzeitig einen reibungslosen Onboarding-Prozess für internationale Mitarbeiter zu gewährleisten. Die obligatorische Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses ist ein weiterer wichtiger Meilenstein im sich entwickelnden Einwanderungsrahmen der VAE. Für Unternehmen ist dies nicht nur ein zusätzliches Dokument, sondern eine strategische Compliance-Anforderung, die sich auf die Personalplanung, die Visabearbeitungsdauer und das Onboarding von Mitarbeitern auswirkt. Unternehmen, die ihre Einstellungsprozesse proaktiv aktualisieren, Kandidaten frühzeitig informieren und längere Dokumentationsfristen einplanen, sind besser aufgestellt, um Talente effizient zu rekrutieren und gleichzeitig die Einwanderungsbestimmungen der VAE vollständig zu erfüllen. Da die schrittweise Umsetzung bis November 2026 andauert, sollten Arbeitgeber die Entwicklungen genau verfolgen und sicherstellen, dass ihre Personal-, Öffentlichkeits- und Einwanderungsabteilungen auf die neuen Anforderungen vorbereitet sind.











